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Fahrtberichte
Ein Präsident geht in die Luft - Oma im Ballon - Alpenüberquerung
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Beim Winter-Ballooning im Jänner 1998 in St. Johann in Tirol lernten wir Norbert Schneider kennen. Er hatte damals ca. 35 Alpenüberquerungen hinter sich und wir beschlossen, während des Meetings eine zu versuchen. Das Wetter spielte uns leider einen Streich, daher kam am 21.3. der Anruf, mit dem keiner mehr gerechnet hatte: „Wir fahren über die Alpen.“ Große Hektik brach aus, größeren Ballon und Karten besorgen, Sauerstoff überprüfen, Verfolger organisieren und ab nach Chieming. Um ca. 23 Uhr trafen wir ein, kurze Lagebesprechung mit Norbert, morgen wird gestartet.
Um 4,30 Uhr läutet der Wecker, schnell in das Gewand, Wurstsemmel von gestern, ein kaltes Cola und ab zum Startplatz in Rohrdorf.
5,30 Uhr letzte Wetterinformationen: es ist optimal. Los geht´s!
6,00 Uhr Start! Über uns eine dichte Bewölkung, wir vereinbaren mit 3 Meter pro Sekunde zu steigen. Norbert übernimmt die Führung und nach 100 Meter tauchen wir in die Wolken ein. Um uns ist alles grau und zeitweise schneit es. Wir achten genau auf unsere Steiggeschwindigkeit. Bei 5.000 Meter sind wir durch die Wolken und die Sonne taucht auf. Wir steigen weiter auf 6.500 Meter und bewegen uns genau nach Süden mit einer Geschwindigkeit von 150 – 160 km/h und minus 30 ° C. Unter uns eine geschlossene Wolkendecke. Der Blick um uns ist gigantisch! Ab dem Alpenhauptkamm reißt die Wolkendecke auf, wir fahren über die sonnenbeschienen Dolomiten. Rechts von uns ist Cortina d Ampezzo mit Monte Cristallo und Tofana, unter uns die Marmolata, links von uns die Drei Zinnen. Nach einiger Zeit taucht unter uns Belluno auf. Allmählich wird das Land immer flacher, in der Ferne sehen wir bereits Venedig und das Meer. Vor Treviso beginnen wir zu sinken und landen nach ca. 3 Stunden Fahrzeit nördlich von Venedig auf einer wunderschönen grünen Wiese, 500 Meter von Norbert entfernt. In kürzester Zeit sind viele Helfer da und der Ballon ist blitzschnell eingepackt und versorgt. Wir treffen uns mit Norbert in einer Trattoria und warten bei gutem Essen und Trinken auf unsere Verfolger, die nach ca. 7 Stunden Fahrzeit bei uns eintreffen. Nach einer Pause für die Verfolger werden die Ballone aufgeladen und ab geht es in Richtung Heimat.

Für uns ging ein Traum in Erfüllung! Es war ein unbeschreiblich schönes Erlebnis!

Ein Herzlicher Dank an Norbert und unseren beiden Verfolger, denn ohne sie hätten wir dies nicht erlebt!
Am 19. Jänner 2000 gelang uns die zweite Alpenüberquerung.